KGSt verfolgt Ausbau der wirkungsorientierten Steuerung

Wirkungsorientierte Steuerung stellt Nutzerinnen und Nutzer, ebenso aber auch Erhalt und Steigerung des Gemeinwohls bei begrenzten Ressourcen in den Vordergrund. Unter dem Themendach "Soziale Kommune" wird die KGSt künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau dieses Steuerungsansatzes legen.

Impulsgebend waren hierbei sieben Experteninterviews, u.a. auch mit Dr. Jan Schröder, der seit über zwei Jahrzehnten das Thema praktisch und theoretisch bearbeitet. Am 15,/16. September 2016 findet in Mannheim der KGSt-Kongress Haushalt und Finanzen statt. Dr. Jan Schröder wird dort zum Thema "Das A und O von Wirkungsvereinbarungen" referieren.

Integration geflüchteter Menschen - die ökonomische Perspektive

Nur allzu oft wird die Integration geflüchteter Menschen vornehmlich als sozialpolitische Belastung dargestellt - explizit oder implizit. Ausgeblendet wird dabei das ökonomische Potential einer Integrationspolitik, welche regionalwirtschaftliche und soziale Perspektiven verknüpft.

Neun Erfolgsfaktoren einer derartigen Politik haben wir im Austausch mit Akteuren aus unterschieldichsten gesellschaftlichen Gruppen erarbeitet. Diese können als Orientierungsrahmen für individuelle regionale Integrationsstrategien dienen.

Zeitsouveränität für Beschäftigte - ein betrieblicher Erfolgsfaktor?!

Wer bestimmt in der Arbeitswelt von morgen über die kurz- und langfristige Verteilung von Arbeitszeiten? Die Beschäftigten? Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber? Oder doch die Kundschaft?

Was bedeutet eine größere Zeitsouveränität der Beschäftigten für Unternehmen? Eine Chance in Zeiten der zunehmenden Konkurrenz um gut ausgebildete Fach- und Arbeitskräfte? Oder einen organisatorischen Kraftakt mit ungewissem Ausgang? Welche Antworten haben Tarifparteien und Gesetzgeber?

Diesen Fragen geht die Kommission „Bildung und Fachkräftesicherung“ des bundesweit tätigen Wirtschaftsverbandes BWA, in der sich unser Haus engagiert, nach. Leitbild ist dabei gesellschaftlich verantwortlich handelndes Unternehmertum, das Wertevorstellungen der Beschäftigten aktiv aufgreift.

Am 28. April 2016 fand zu diesem Themenkomplex in Berlin ein Fachforum statt. Die Ergebnisdokumentation steht hier bereit.

Gesundheit in regionaler Verantwortung - Zukunftsvision oder "nur eine Idee"?

Regional verantwortete Gesundheitsbudgets auf der Basis von Daten zum gesundheitlichen Zustand der Bevölkerung; Integration von Gesundheitsförderung und -versorgung im Handeln der Fachkräfte des Gesundheitswesens; Verstärkung lebensweltorientierter Ansätze ... aufgefordert, Visionen für 2030 zu entwickeln, kannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des neuen Gesundheitskongresses "SaLut! - DaSein gestalten" keine Denkverbote. BigHealthData und Fachkräftenachwuchs waren weitere Themen einer spannenden und lebendigen Zukunftswerkstatt. Nicht einmal der Streik der GdL konnte verhindern, dass mehrere Hundert Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet nach Saarbrücken strömten.

Ganz praktisch und im Hier und Jetzt verankert, referierte Dr. Jan Schröder auf dem Kongress zum Thema "Bündnisse für Familiengesundheit. So entstehen Leuchttürme". Vielfältige praktische Tipps zu gelingemdem Netzwerkmanagement ebenso wie konzeptionelle Überlegungen zur demokratischen Verankerung derartiger Netzwerke stießen auf lebhaftes Interesse.Deutlich wurde: regionale Bündnisse mit Fach- und Finanzverantwortung sind keine Utopie, müssen jedoch professionell gemanagt werden.

Design-thinking: mit Kreativität und Pragmatismus Familienfreundlichkeit schmackhaft machen

Wie schmecken "familienfreundlich produzierte" Lebensmittel? Sind Verbraucherinnen und Verbraucher mir "öko", "bio" und "regional" schon übersättigt? Wie schafft man Kaufanreize für ein erklärungsbedürftiges Produkt, wenn die Kaufentscheidung binnen weniger Sekunden fällt?

Einer Fülle von Fragen sah sich das studentische Entwicklungsteam der design-school am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam in der Zusammenarbeit mit dem Projekt "Fit für Familie" gegenüber. Mit der Methode des design-thinkings wurde dem Verbraucherverhalten auf den Grund gegangen. Analyse und Prototyping greifen hierbei eng ineinander. Enger Kontakt mit der Praxis des dynamischen Berliner Lebensmittelmarktes wurde zudem durch die Kooperation mit dem Berliner Großmarkt möglich. Im Ergebnis kann festgehalten werden: das Qualitätsversprechen "familienfreundlich produziert" ist auf dem Lebensmittelmarkt platzierbar.

Eingestilt und mitgestaltet wurde die ungewöhnliche Kooperation von der Jan Schröder Beratung.

Lehrauftrag an der Trentino School of Management

"Familie und Wirtschaft" sowie "Theorie und Praxis institutioneller Netzwerkarbeit" sind Gegenstand des Lehrauftrages, den Dr. Jan Schröder Anfang 2015 an der TSM Trentino School of Management angenommen hat. Damit wird die bestehende Kooperation mit der italienischen Vorzeigeprovinz in Sachen Familienfreundlichkeit, dem Trentino, nochmals vertieft. In Vorbereitung ist zudem eine Publikation zu sozial und ökonomisch nachhaltiger Regionalentwicklung durch stärkere Familienorientierung.