Zeitsouveränität für Beschäftigte - ein betrieblicher Erfolgsfaktor?!

Wer bestimmt in der Arbeitswelt von morgen über die kurz- und langfristige Verteilung von Arbeitszeiten? Die Beschäftigten? Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber? Oder doch die Kundschaft?

Was bedeutet eine größere Zeitsouveränität der Beschäftigten für Unternehmen? Eine Chance in Zeiten der zunehmenden Konkurrenz um gut ausgebildete Fach- und Arbeitskräfte? Oder einen organisatorischen Kraftakt mit ungewissem Ausgang? Welche Antworten haben Tarifparteien und Gesetzgeber?

Diesen Fragen geht die Kommission „Bildung und Fachkräftesicherung“ des bundesweit tätigen Wirtschaftsverbandes BWA, in der sich unser Haus engagiert, nach. Leitbild ist dabei gesellschaftlich verantwortlich handelndes Unternehmertum, das Wertevorstellungen der Beschäftigten aktiv aufgreift.

Am 28. April 2016 findet zu diesem Themenkomplex in Berlin ein Fachforum statt.

Gelingende Integration geflüchteter Menschen - von der Reaktion zur Aktion

Auf die Aufnahme geflüchteter Menschen, ihre Erfassung sowie die Statusklärung folgt übergangslos mit der Integration von Menschen mit Bleibestatus die nächste Herausforderung für die Gesellschaft. Es gilt daher, so schnell als möglich Arbeitsformen zu etablieren, um diese nächste mehrjährige Phase aktiv zu gestalten. 

Geprägt war das bisherige Tun von beispiellosem gesellschaftlichen Engagement einerseits und der Suche des Staates nach einer neuen Rolle zwischen dem Anbieten pragmatischer Lösungen und dem Vollzug bewährten Verwaltungshandelns - all dies unter stetig wachsender Arbeitsbelastung für die haupt- und ehrenamtlich Tätigen. Dauerhaft kann eine derartige, vornehmlich reaktive Vorgehensweise nicht fortgeschrieben werden.

Die Etablierung strategisch aufgestellter örtlicher Verantwortungs- und Gestaltungsgemeinschaften, in denen Gesellschaft und Wirtschaft zusammen mit Politik und Verwaltung den örtlichen Integrationsprozess dauerhaft gestalten, ist das Gebot der Stunde. In solchen Netzwerken gilt es "auf Augenhöhe" zu kooperieren und die Chancen, die in der Integration liegen, zu realisieren. Unterstützung bietet unser Haus hierbei über gezielte Netzwerkentwicklung unter Nutzung der eigens zu diesem Zweck entwickelten Integrationsmatrix. Hierbei werden gesellschafts-, arbeits- und wirtschaftspolitische Ziele der jeweiligen Region/Kommune präzisiert und systematisch umgesetzt.

Fachkräftesicherung in gesellschaftlicher Verantwortung

Kurz und prägnant fasst ein neuer Leitfaden des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft Leitgedanken zu einer werteorientierten Fachkräftesicherung zusammen. Als Ideenpool lassen sich diese ebenso nutzen wie als Checkliste für das eigene Unternehmen.

Fortgesetzt wird die verbandliche Arbeit in mehreren Vertiefungsfeldern. Dazu zählt das Herausarbeiten der Erfolgsfaktoren betrieblicher Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.

Gesundheit in regionaler Verantwortung - Zukunftsvision oder "nur eine Idee"?

Regional verantwortete Gesundheitsbudgets auf der Basis von Daten zum gesundheitlichen Zustand der Bevölkerung; Integration von Gesundheitsförderung und -versorgung im Handeln der Fachkräfte des Gesundheitswesens; Verstärkung lebensweltorientierter Ansätze ... aufgefordert, Visionen für 2030 zu entwickeln, kannten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des neuen Gesundheitskongresses "SaLut! - DaSein gestalten" keine Denkverbote. BigHealthData und Fachkräftenachwuchs waren weitere Themen einer spannenden und lebendigen Zukunftswerkstatt. Nicht einmal der Streik der GdL konnte verhindern, dass mehrere Hundert Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet nach Saarbrücken strömten.

Ganz praktisch und im Hier und Jetzt verankert, referierte Dr. Jan Schröder auf dem Kongress zum Thema "Bündnisse für Familiengesundheit. So entstehen Leuchttürme". Vielfältige praktische Tipps zu gelingemdem Netzwerkmanagement ebenso wie konzeptionelle Überlegungen zur demokratischen Verankerung derartiger Netzwerke stießen auf lebhaftes Interesse.Deutlich wurde: regionale Bündnisse mit Fach- und Finanzverantwortung sind keine Utopie, müssen jedoch professionell gemanagt werden.

Design-thinking: mit Kreativität und Pragmatismus Familienfreundlichkeit schmackhaft machen

Wie schmecken "familienfreundlich produzierte" Lebensmittel? Sind Verbraucherinnen und Verbraucher mir "öko", "bio" und "regional" schon übersättigt? Wie schafft man Kaufanreize für ein erklärungsbedürftiges Produkt, wenn die Kaufentscheidung binnen weniger Sekunden fällt?

Einer Fülle von Fragen sah sich das studentische Entwicklungsteam der design-school am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam in der Zusammenarbeit mit dem Projekt "Fit für Familie" gegenüber. Mit der Methode des design-thinkings wurde dem Verbraucherverhalten auf den Grund gegangen. Analyse und Prototyping greifen hierbei eng ineinander. Enger Kontakt mit der Praxis des dynamischen Berliner Lebensmittelmarktes wurde zudem durch die Kooperation mit dem Berliner Großmarkt möglich. Im Ergebnis kann festgehalten werden: das Qualitätsversprechen "familienfreundlich produziert" ist auf dem Lebensmittelmarkt platzierbar.

Eingestilt und mitgestaltet wurde die ungewöhnliche Kooperation von der Jan Schröder Beratung.

Familienorientierte Wirtschaft - mehr als Personalpolitik und Fachkräftesicherung

"Das ist nicht nur ein Thema für Oberhausen, das ist ein Thema für die ganze MEO-Region" brachte OB Wehling die Ergebnisse der Veranstaltung "Familie trifft Wirtschaft" am 23.4. auf den Punkt. Andreas Weber, Bereichsleiter im Fraunhofer Institut UMSICHT ergänzte "Familienorientierte Produktinnovationen - darüber müssen wir einmal mehr als eine Minute nachdenken".

Anlass für derart intensive Diskussionen zur Neujustierung des Verhältnisses von Familie und Wirtschaft war das Impulsreferat von Dr. Jan Schröder in der Reihe "Jeder Familie ihre Chance" des Oberhausener Bündnisses für Familie. Er stellte das Konzept der familienorientierten Wirtschaftsregion vor und überzeugte die Anwesenden davon, Familienorienterung noch strategischer als bisher anzugehen und auf die Handlungsebene der Region zu heben. "Wirtschaftlicher Wohlstand und familiäres Wohlergehen sind engstens miteinander verknüpft!" - darin waren sich OB Wehling und Schröder einig.

Lehrauftrag an der Trentino School of Management

"Familie und Wirtschaft" sowie "Theorie und Praxis institutioneller Netzwerkarbeit" sind Gegenstand des Lehrauftrages, den Dr. Jan Schröder Anfang 2015 an der TSM Trentino School of Management angenommen hat. Damit wird die bestehende Kooperation mit der italienischen Vorzeigeprovinz in Sachen Familienfreundlichkeit, dem Trentino, nochmals vertieft. In Vorbereitung ist zudem eine Publikation zu sozial und ökonomisch nachhaltiger Regionalentwicklung durch stärkere Familienorientierung.

Fachkräftekampagne nominiert für den Politikaward

Der BWA , Coca-Cola, die SchuFa und Volkswagen - dieses Quartett ist nominiert für den Politikaward 2014 von p&k in der Kategorie Corporate Social Responsibility. Damit wird unser gesellschaftliches Engagement zu diesem Thema gewürdigt. Gemeinsam mit engagierten Unternehmern aus dem ganzen Bundesgebiet haben wir im Sommer 2014 die Broschüre "Fachkräftesicherung durch Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung" vorgestellt. Damit fiel zugleich der Startschuss für vielfältige bundesweite Aktivitäten des BWA zum Thema.