Politik (und Verwaltung) wirkungsorientiert steuern

Betriebswirtschaftliche Steuerungsverfahren und -instrumente in die Verwaltung einführen – 1991 begann diese Reformwelle. Gemeinwohlproduktion und politische Steuerung unterliegen allerdings deutlich anderen Regeln als Dienstleistungs- und Warenproduktion und Unternehmenslenkung.

Daher wurden beide Welten zusammen geführt und ein praxisnaher Ansatz wirkungsorientierter Steuerung für den politisch-administrativen Bereich entwickelt. Dieser berücksichtigt zum Einen, dass nicht das Verwaltungsprodukt (output), sondern der gesellschaftliche bzw. individuelle Nutzen – die Wirkung - Ausgangspunkt der Steuerung sein sollte. Zum anderen bezieht er Sichtweisen und Kompetenzen gesellschaftlicher Akteure von Beginn an mit ein und baut auf kooperativen Steuerungsverfahren auf – lange vor Stuttgart 21 und viel weitreichender. KGSt, Bundesfamilienministerium und viele Kommunen haben diese Ansätze in ihre Arbeit integriert.

Wirkungsorientierung: Sozial- und Gesellschaftspolitik gemeinsam gestalten, in: Strategische Steuerung kommunaler Sozialpolitik, Jürgen Hartwig (Hrsg.), 98-121, 2010

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Wirkungsorientierte Steuerung in der sozialen Arbeit, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hg.), Schriftenreihe Band 229; Kohlhammer, Stuttgart 2001

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